Windows XP vergisst Ordneransichten

Es kann einen zum Wahnsinn treiben:

In Windows XP eben die Ansicht in einem Ordner eingerichtet, dann den Ordner verlassen, mal eben einen anderen angeguckt, dann wieder rein in den Ordner, und:

ALLES SIEHT GANZ ANDERS AUS!

Was soll das? Und vor allem wie kann man das abstellen?

Der Grund ist relativ einfach:

Es scheint so zu sein, dass standardmäßig die Anzahl der merkbaren Ordneransichten mit rund 100 relativ niedrig angesetzt ist. D.h. im Laufe eines Betriebssystem-Lebens ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem mehr als 100 verschiedene Ordner angesehen sind und deren Ansichten nominell zu speichern wären. Gut denkt sich Windows, dann überschreiben wir halt Ansichten, an sich eine gute Idee, nur leider scheint der Überschreibvorgang einen BUG zu haben, nach einer Weile des Überschreibens ist nämlich auch hier zappenduster, Windows kann dann gar nichts mehr speichern und benimmt sich von da ab wie der berühmte Ostfriese nach der Mittagspause: alles vergessen, bitte neu anlernen.

Neu anlernen hilft aber auch nichts mehr, es kann schlicht nichts mehr gespeichert werden.

Wie dem auch sei, wie setze ich der Alterssenilität von unserem guten alten XP ein Ende?

Ganz einfach, ich nehme ihm die Schlüssel zum Speichern weg und lege Sie neu an, das nullt schonmal das Gedächtnis und dann gebe ich ihm gleich die Möglichkeit 1000 Ansichten zu speichern.

Klingt gut und geht mit dieser REG Datei einfach.

Keine Sorge, ist virengeprüft und funktioniert. – ABER: wer hier fragen muss, wie man das anwendet (einfach entpacken, dann doppelclicken, dann die Sicherheitsnachfrage bestätigen), der sollte sich überlegen, ob er das wirklich tun will. Man sollte wissen, was regedit ist, es vielleicht auch schon mal bedient haben und sich im Klaren darüber sein, dass Änderungen an der Registry von Windows XP einer Operation am offenen Herzen entspricht, und das macht man auch nicht, wenn man anderen noch nicht einmal ein Pflaster auf eine blutende Wunde drücken kann, ohne in Ohnmacht zu fallen.

ALSO: ich übernehme keine Haftung, wenn Ihr Euch Euer OS zerschießt, klar!

Alle anderen: ran an die Bullette, ist ganz einfach, mit der Demenz von Windows leben ist ja auch keine Lösung.

Und wer wissen will, was dahinter steckt, es vielleicht sogar per Hand zu Fuß lieber selber machen will, der lese entweder:

WinTotal – Windows XP merkt sich die Ordneransicht nicht – sehr gut, zu empfehlen!

oder:

Windows Knowledge Base Article 812003 – das ist aber was für die Hartgesottenen unter uns, oder die, die immer von der Armbanduhr als erstes gleich die Seele sehen wollten…

Viel Spass mit einem erfrischten XP!

Gruß, Andreas.

Sony PS3 zeigt keine Cover beim Abspielen von Musik

Für die Problemorientierten:

Da hat man nun einen DLNA fähigen Mediaserver am Laufen, hat eine Sony Playstation 3 als DLNA Client AKA Mediaplayer am Laufen, alles geht, die PS3 spielt klaglos Videos vom Server, spielt eine schöne Diaschau direkt von der Platte des Servers, und sie ist ein prima MP3 Player mit einer coolen Animation und klasse Navigation auch durch größere (natürlich legale und bezahlte) eigene MP3 Sammlungen – und das alles drahtlos durch die Luft.

Phänomenal – sollte man meinen.

Perfektionisten (wie ich) finden auch da noch ein Haar in der Suppe.

Sie (die PS3) zeigt Coverart (die CD Cover) oder auch Thumbnails genannt – soweit man sie in der MP3 Datei abgespeichert hat – prima an – im Navigationsbaum.

Aber wenn man das Lied dann abspielt, dann ist da links unten in der Ecke die Titelinfo und meistens ein komisches „Notenlogo“ als Grafik statt eines Albumcovers.

ABER NUR MANCHMAL!

Manchmal ist da das Albumcover, manchmal dieses blöde Notenlogo.

Und es scheint nicht nachvollziehbar. Man guckt sich die Thumbnailgröße beim Einspeichern in das MP3 genau an, was hat man falsch gemacht, ist es zu groß?
Wo liegt bloss der Fehler.

Kann einen Wahnsinnig machen sowas.

Und dann fällt irgendwann ganz plötzlich der Groschen, als man merkt, das ein und dieselbe MP3 manchmal mit Albumcover und manchmal mit dem blöden Notenbild abgespielt wird.

Für die Lösungsorientierten:

Es ist kurz und gut ein Timingproblem.

Die PS3 ist so eine Zicke, dass sie nicht allzulange auf den DLNA Server wartet, bis der sich bequemt, das Cover aus der Datei zu puhlen und auszuliefern.

WLAN ist da schonmal nicht sonderlich hilfreich, es bringt noch ein paar Millisekunden Latenz mit rein.

Bei meiner Medienserver-Software war das Problem glücklicherweise einkreisbar und läßt sich durch Konfiguration umgehen.

Meine Medienserver-Software Twonky führt einen eigenen Cache, in dem sie die Cover zwischenspeichert, damit sie sie einem DLNA Client mundgerecht und schnell anliefern kann.

Dabei schießt sie sich aber selber ab, denn der Cache ist dämlich vorkonfiguriert, nämlich mit einer unbegrenzten Größe.

Bei mir war dann bei ca. 113MB Cache Größe (rund 1200 Thumbnails im Cache) eine Größe erreicht, wo der Medienserver so lange gebraucht hat, um das selbst aus der MP3 Datei ausgelesene Cover im Cache zu finden, der MP3 Datei zuzuordnen und dann an die PS3 auszuliefern, dass es selbiger einfach zu schnarchlangweilig war, weiter auf den Server zu warten.

Also bricht sie dann ab und zeigt die blöde graue Grafik, den Rest eines Notenschlüssels.

Bei Twonky geht man in die Optionen, begrenzt die Cache Größe auf einen sinnvollen Wert (10 MB vielleicht), steuert das Cache Verzeichnis an (welches das ist, findet man in der Twonky Konfigurations-Webseite auf dem eigenen Server) und löscht selbiges erst mal geschmeidig komplett leer.

Und voila, Problem gelöst, die Zicke PS3 ist zufrieden, der DLNA Server reagiert wieder schnell genug und die Album Cover werden komplett angezeigt.

Wer also ähnliche Probleme hat, kann sich Gedanken machen, wie er persönlich sein Timing Problem in den Griff bekommt. Gut wer einen Server einsetzt, der sinnvoll konfigurierbar ist. Manchmal hilft auch ein schnellerer Rechner oder ein besseres WLAN.

Alles im Dienste der Zicke PS3.

Was tun wir nicht alles, um Spass zu haben.

Gruß, Andreas.

Windows 7 Suchfunktion in Windows XP

Was ist das coolste an Windows 7?

Meiner Meinung nach, dass ich nicht mehr in IRGENDWELCHEN Unterverzeichnissen nach dem Programm rumgraben muss, dass ich starten will.

Etwas, das sich nicht vermeiden lässt, wenn ich Windows XP benutze und sich dieses Programm dummerweise nicht in der Schnellstartleiste befindet.

Und nein, ich werde meinen Desktop nicht mit Programmstart-Icons vollmüllen.

Also, was tun? Windows 7 kaufen? Durchaus eine Option. Aber was, wenn die Maschine die da steht es durchaus noch tut, aber vielleicht unter Windows 7 nicht mehr so ganz „up to date“ sein wird?

Ganz einfach: Launchy!

Sehr cool.

Man drückt ALT+Space, das Launchy Fenster ploppt hoch und man tippt, wie in der Windows 7 Suchfunktion.

Launchy findet, was man sucht, ist konfigurierbar, stabil und stört den normalen Betrieb nicht, wenn man sein Windows XP eh schon „geskint“ hat.

Wer es noch „Windowssiebeniger“ haben will, kann mal Vistart ausprobieren, habe ich aber nicht mehr getestet, da ich Beeinflussungen meines Windows Skins befürchtete.

Auf jeden Fall ein Riesenschritt vorwärts für Windows XP.

Gruß, Andreas.

Windows Defender und wie man ihn loswird

Windows Defender – das überflüssigste Stück Software seit Erfindung des kommerziellen Virenscanners und wie ich es unter Vista endgültig loswerde:

In der Systemsteuerung/Verwaltung/Dienste den Dienst Windows Defender abschalten und in der Registry [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\ Run] „Windows Defender“=“%ProgramFiles%\\Windows Defender\\MSASCui.exe -hide“ löschen. Dann hat man auch Ruhe vor dem Teil.

Endlich.

Bye, Andreas.

Samsung Kies – die schlechteste Handy Synchronisierungssoftware

Diesem Titel ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Dass es einer Weltfirma wie Samsung nicht peinlich ist, eine Software auszuliefern, die zum Synchronisieren von Samsung Handys und Tablets notwendig ist, aber von Update zu Update immer schlechter wird?

KIES wird von Update zu Update langsamer, seit dem neuesten Update von vor einigen Tagen findet es noch nicht einmal mehr mein per USB angeschlossenes Samsung Galaxy Tab.

Mit viel Suchen findet man dann in einem Untermenü der Software versteckt einen Unterpunkt „Treiber für die Verbindung“ installieren.

Das habe ich angewählt und in der Tat, der Rechner tut was, nämlich seit gut einer Stunde die Treiber installieren. Er ist bei 46% und macht stetige Fortschritte.

Lächerlich. Einen USB Treiber für ein Samsung Galaxy Tab, seit einer guten Stunde und noch nicht fertig. Und nein, mein Rechner ist kein Pentium 1 mit 133 MHz und, 128 KB RAM und Windows 98.

Es gibt bessere Lösungen.

Gruß, andbar.

Sony Ericsson Xperia Arc Stärken und Schwächen

Habe das Xperia Arc jetzt seit einigen Tagen. Ich muss sagen, damit macht auch mal wieder telefonieren Spass. Wer hätte dass gedacht… Ein Smartphone, mit dem telefonieren Spass macht… Leicht zu bedienen, super Sprachqualität, alles gut sollte man meinen…

Aber mal ehrlich: Ein Telefon im Jahre 2011, bei dem man die Kontakte nur nach dem Vornamen sortieren kann.

Oh bitte, Deutschland ist noch kein Bundesstaat der USA. Sony, macht Hausaufgaben, mann, mann.

Photoshop Tastatur Shortcut Vordergrund / Hintergrund tauschen

Wer je mit Photoshop intensiv retuschiert hat, der weiß, dass man beim Bearbeiten von Auswahlen im Maskierungsmodus ständig zwischen Vordergrund- und Hintergrundfarbe (also in dem Fall zwischen Schwarz und Weiß) wechseln muß, da man beim Masken anpassen eben doch mal drüber malt, wenn die Kontur schwierig ist und dann eben mit der Gegenfarbe korrigiert, denn Schwarz beseitigt rote Maske (fügt der Auswahl also etwas hinzu) und Weiß erstellt rote Maskierung, nimmt also von der Auswahl etwas weg (schützt, maskiert, den Bildbereich, daher auch der Begriff Maske).

Wenn man zu diesem Zweck jedes Mal in die Werkzeugpalette klicken muß, kann einen das wahnsinnig machen.

Drum gibt es dafür einen Tastatur-Shortcut, der in der Hilfe (zumindest in den mir bekannten, älteren Photoshop Varianten) nicht erwähnt wird.

Drum ist er hier, für alle, die sonst wahnsinnig werden:

  • wechseln zwischen Vordergrund- und Hintergrundfarbe: mit der Taste X
  • Vordergrundfarbe auf Schwarz und Hintergrundfarbe auf Weiss
    einstellen: mit der Taste D

HTH, Andreas.

Internet Browser – Opera 11 – Suchfunktion

Eben in Opera 11 entdeckt: die Suchfunktion (STRG +f)

Wer schon immer mal wissen wollte, wie eine gute Suchfunktion auszusehen und zu funktioniern hat, der drücke in Opera 11 einfach mal STRG +f -erst die Steuerungstaste unten links, die sogenannte string-taste (das ist falsch, jaja…) und dann gleichzeitig das kleine f drücken- und gebe einen Suchbegriff im oben links erscheinenden Feld ein:

Opera blendet die ganze Webseite grau ab und hebt die erste und dann die folgenden Fundstellen für den Suchbegriff unterschiedlich farbig hervor. Die Webseite bleibt komplett les- und erfassbar.

Genial. Das sollte immer und überall so funktionieren.

Besser geht es nicht.

So long, Andreas.

Internet Browser – Opera 11

Nachdem mich Opera Mobile auf meinem Windows Phone schon begeistert hat, trotz -oder gerade wegen- der fehlenden Flash Unterstützung habe ich heute nach längerer Abstinenz mal wieder einen Opera Browser für einen normalen PC (also einen unter Windows XP) ausprobiert.

Der Grund war simpel: Die Tele 5 Webseite wird weder mit Internet Explorer 8, noch mit Firefox 3.6.13 korrekt dargestellt. Firefox verschiebt den Text ganz nach unten, man kann ihn nur erahnen, IE 8 zeigt ungefähr die Hälfte, auch nicht besser.

Also dachte ich: letzter Versuch, bevor ich die Webseite als schlecht programmierter Bull…. abbuche: Opera.

Boah.

Ist der Opera (11) gut geworden.

Was Chrome nur verspricht aber nicht hält, Opera hält, was es gar nicht groß verspricht: Es ist schnell. Beim Starten. Beim Anzeigen von Webseiten.

Aber das ist noch nicht alles. Auch die restlichen Versprechen hält Opera.

Der Installer ist schlank, unter 10 MB. Er installiert schnell, rasend schnell.

Er startet schnell, sehr schnell – und der Browser läuft. Schnell.

Das Tab Handling mit stacked Tabs ist Hammer. Die Tab Voransichten sind genial. Die Umschaltung auf Vollbilddarstellung (F11) geht auch auf einer schwachen Maschine raketengleich. Keine Verzögerung. Der Browser verschwendet keinen Platz auf dem Bildschirm, bleibt extrem schlank. Das Zooming läuft super und ohne jede Veränderung der Webseite (Zoom ganz unten rechts, schieberegler, Reset auf 100% wie immer mit STRG+0). Und um alldem die Krone aufzusetzen, hat das Opera Team hier Mausgesten eingebaut, die man wirklich mal gebrauchen kann, die funktionieren, die tatsächlich eine Erleichterung sind. Rechte Maustaste und ein leichter Wisch nach links blättert zurück, rechte Maustaste plus Wisch nach rechts blättert vor, rechte Maustaste und ein Wisch nach unten öffnet den darunterliegenden Link in einem neuen Tab. Klingt nicht nach was Besonderem? Doch – ist es, denn bei Opera funktionierts und das gleich beim ersten Mal, nicht nach fünfmal üben durch den Benutzer. So muß das sein.

Das ist für mich alles, wofür Firefox mal angetreten ist, aber schon lange aus den Augen verloren hat.

Das ist ein für meinen Geschmack sehr gut programmiertes Stück Software.
Hut ab vor den Leuten, die das gecodet haben.

Opera sollte der Browser Marktführer sein.

Für mich ist er es ab sofort.

Tschau, Andreas.